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Prenzlmaler Dieter Raedel: MAROLL , Maler Über Kollegen zu schreiben,die man gar nicht kennt,macht mir besonders Laune.Da muss man sich nicht an Vorgaben halten und kann sich querbeet durch den Garten der Eingebungen hangeln: Beet rechts bebaut, Beet links belassen, Zaun hat Gesicht und altert gemütlich vor sich hin. Auf dem Gartentisch ne Bierdose,halb ausgetrunken,aber noch frisch und kühl, nichts Schales. Nirgends Schales erkennbar. Der Meister scheint in der Nähe zu sein.Hinter dem Gesträuch knistert's. Schöpferpause beendet, Gartenschlauch beiseite gelegt, Durst löschen. M a r o l l gelang es,den Glanz seiner Kindheit behalten zu haben.Mit ein- drucksvoller Sensibilität pflegt er den Garten seiner Kindheitsträume,eine reiche Welt, eine Goldgrube der Wahrhaftigkeit, ein schier unendlicher Fun- dus für seine Kunst. Er mag nichts Steriles, mag nichts Eingefahrenes, mag keine Uniformität, mag keine monotonen Aspekte - er mag das Leben mit verspielter kind- heitstransparenter Eingebundenheit. Nichts darf sich loslösen, alles muss mit schöpferischen Impulsen lebendig in ihm sein. Im Garten der Ursprünglichkeit fühlt er sich wohl.Und diese Lust an der fan- tasievollen Umsetzung , lässt neue Werke entstehn, deren Namen im Doppel- pack mit das Licht der Welt erblicken.Zum Beispiel der M o n d l i c h t h u n d. Seid ihr schon mal einem Mondlichthund begegnet? Ein amerikanischer Ma- ler malte mal gedankenverloren seinen verstorbenen Hund. Bei der Betrach- tung des vom Mondlicht beschienenen Gemäldes, sah sein ehemaliger Freund mystisch silbrig-bläulich aus.So malte er seinen Hund nun als Mondlichthund in diesen Farben und wurde weltbekannt. Marolls moonlightdog hat ein ruhiges Dasein.Er muss sich nicht wie der Ameri- kaner mit 15.000 Dollar-Angeboten auseinandersetzen. Und Maroll genießt diese künstlerische Entspanntheit. Ein ganzes Arsenal an beschwingt-abstra- hierten Tieren bildet die Armada der Fantasie. Meine Lippen werden trocken,muss wieder was bestellen. Wer hat denn heute Dienst im Artcafé? Frank? Nee, der hat zu tun, er versucht rauszukriegen, ob ich meinen Namen umtaufen will. Und Petra? Die scheint rund um die Uhr sich die Beine im Café abzulatschen,hoffentlich nicht mit zu großen Abnutzungser- scheinungen, sonst bedient sie womöglich eines Tages als Ente. :o) Hallo !!! Ach,wer kommt denn da..bestens.. also K.R.,alles wie gehabt, Milchkaffee ! Geht man an eines der vielen Fenster im Art-Café, kann man die Vielfalt der verschiedensten Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern sehn. Abwechslung. Aber ich sehe mir heute in diesem Garten der Lüste den Garten Eden Marolls an und beobachte seine Tiere, wie sie in dem von Maroll geschaffenen Biotop leben, wie sie sich in Szene setzen. Sein Mondlichthund scheint sich mit dem Licht des Tages nicht so recht anfreun- den zu wollen, der liegt geduckt am Komposthaufen, ohne sich von der Teenager- Taube stören zu lassen, die ihn scheinbar necken will. Der Spielhund überlegt grad,ob er ne Wurst erbetteln soll oder ob er auch so schon zufrieden ist. Aber gleich kriegt er Besuch, Pollocks Hund ist im Anmarsch. Der Schneevogel versteht die Welt nicht mehr, weshalb das Charleston-Huhn nicht endlich mal ne Pause einlegt. Ruhiger geht's da am Gartenteich zu, wo der Blaue Schwan gemütlich seine Kreise dreht und ab und an mal auf das grüne Kreuz schaut, das sich im Blätterdach auftut. Vom Wachtelturm fliegt Piepmatz auf den Zaun und betrachtet sich das Tor zur Welt, das Tor zur Fan- tasie, das Tor der Gedanken des Malers M a r o l l. Ende der Geschichte,die ohne Abstimmung mit dem Maler geschrieben wurde. In der Geschichte sind viele seiner Werktitel verankert. Weiterhin viel Erfolg, Maroll ! Ne Geschichte von und mit nem Gruß von Prenzlmaler. ![]() @Maroll Du darfst alles einbauen, was du möchtest. Und du kannst auch weglassen,was du möchtest. Es gibt eben manchmal noch unver- hoffte Überraschungen. Nur brauch ich immer eine Geschichte und eine klar erkennbare Sache,die in deinem Fall,so meine ich wenigstens, eindeutig vorhanden war. So machte es mir Spaß, diesen Artikel ver- fasst zu haben. Und ich werde sicher noch andere Künstlerinnen und Künstler aufspüren, wo diese Voraussetzungen gegeben sind.Aber das ist nicht ganz einfach, da ich nur die Worte zur Verfügung habe und aus meiner Sicht schreibe. So besteht immer die Gefahr, dass eine Art Rezension nicht die Freude des Betreffenden findet. Da wir bereits einen guten Kontakt hatten, musste ich etwaige Missverständnisse nicht befürchten. Nette Grüße aus Berlin ! Gruß Prenzlmaler. |